Roadkill
seit 2018
Roadkill ist älter als memento mori, gehört aber in dieselbe Ecke. Es sind Dinge, über die wir jeden Tag gehen, ohne sie je zu sehen: Papier, Verpackungen, Drucksachen, eine Fahrbahnmarkierung – immer wieder überfahren, bis Verkehr und Regen sie flach in den Asphalt gepresst haben.
Ich fotografiere sie senkrecht von oben, drucke sie aus und hänge sie hinter einem breiten weißen Passepartout an die Wand. Und dort werden sie interessant. Fast schön. Darin steckt etwas von Duchamp, auch wenn ich mich nie mit ihm vergleichen würde.
Die Frage dieser Serie ist das genaue Gegenteil der Frage, die ich den KOI gestellt habe. Bei den KOI wollte ich wissen, ob eine Fotografie etwas verbessern kann, das bereits vollkommen ist. Hier will ich wissen, ob etwas Schmutziges, Kaputtes und oft Ekelhaftes schön werden kann.













